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Wollarten

WOLLE

Wolle

Wolle: WO
Die Arbeitsgänge zur Wollgewinnung sind:
- scheren
- sortieren nach Wollqualitäten am Vließ
- waschen
- karbonisieren
- verspinnen der Faser zu Garnen

Als Vließ wird das zusammenhängende Wollkleid des
Schafes nach dem Scheren bezeichnet.
Es gibt vier Qualitätszonen beim Vließ.

1. Schulter - beste Qualität
2. Hinterkopf, Rücken
3. vorderer Kopf, Rücken
4. Kopf, Bauch,- schlechteste Qualität

Durch das Karbonisieren werden bei der Wolle die pflanzlichen
Verunreinigungen mit Schwefelsäure zerstört.
Die drei bevorzugten Schafrassen ( Wollsorten) sind:

Merino - sehr fein - kurzstapelig, 50 bis 120 mm
Crossbred - mittelfein - mittelstapelig, 120 bis 150 mm
Cheviot - grob - langstapelig über 150 mm

Die Wollqualitäten werden unterschieden in:

Schurwolle: WV
neue ungebrauchte Wolle - beste Qualität

Lammwolle:
stammt von der ersten oder zweiten Schur.
Sie ist sehr fein, weich und wenig fest.

Reißwolle:
stammt von Wollabfällen und getragenen
Wolltextilien, die wieder aufbereitet wurden.

Die Eigenschaften der Wolle:

- Durch die Schuppenstruktur ist die Wolle filzfähig
- Die bilaterale Struktur verursacht die Kräuselung
- Die elastischen Spindelzellen geben die gute Elastizität
- Wolle ist wasserabweisend

Wärmeisolation.
Dicke aufgerauhte Wollstoffe isolieren sehr gut.
Feine glatte Wolle isoliert wenig.

Feuchtigkeitsaufnahme:
dampfförmige Feuchtigkeit wird von Wolle sehr gut
aufgenommen. Wolle ist Wasserabweisend.

Hautfreundlichkeit:
Feine Lamm-und Merinowolle sind hautfreundlich,
grobe Wollsorten können kratzen.

Festigkeit:
ist geringer als die der anderen Bekleidungsfasern

Dehnung trockene Faser:
ist sehr hoch 25 % bis 50 %

Dehnung nasse Faser:
dehnt sich noch stärker als trockene

Elastizität:
sehr elastisch, sehr gute Sprungkraft.

Knitterverhalten:
durch die hohe Elastizität, knitterarm.

Formbarkeit:
Wolle ist bedingt dauerhaft formbar
( Bügelfalten, Plissefalten )

Veredelungsverfahren:
- Karbonisieren
- Walken
- Filzfreiausrüstung
- Rauen
- Mottenschutz Ausrüstung

Brennprobe:
- brennt langsam und verlöschend
- riecht nach verbranntem Horn oder Haar
- als Rückstand bleibt eine zerreibbare Schlacke
Quelle: Wikipedia